Feuerbeständige Wand F30 - F90

Trockenbau Süd AG Mittwoch, 13. Februar 2019 von Trockenbau Süd AG

Was ist eine feuerbeständige Wand und was ist der Unterschied zu einer Brandwand?

Eine feuerbeständige Wand hat die Aufgabe innerhalb eines Gebäudes oder eines Gebäudeteils den Nutzer vor Feuer, Hitze und Rauch, beispielsweise auf Flucht- und Rettungswegen, zu schützen.

Eine Brandwand hingegen hat die Aufgabe das Übergreifen von Feuer, Hitze und Rauch, von einem Gebäude oder Gebäudeteil auf ein anderes, zu verhindern.

Die Feuerbeständige Wand F30 bis F90 von Trockenbau Süd AG

Welchen Ansprüchen muss die feuerbeständige Wand gerecht werden?

Eine feuerhemmende Wand (F30) hat das Übergreifen von Feuer und Rauch innerhalb eines Gebäudes oder eines Gebäudeteils für mindestens 30 Minuten, zum Schutz der Nutzer, zu verhindern.

Eine hochfeuerhemmende Wand (F60) hat das Übergreifen von Feuer und Rauch innerhalb eines Gebäudes oder eines Gebäudeteils für mindestens 60 Minuten, zum Schutz der Nutzer, zu verhindern.

Eine feuerbeständige Wand (F90) hat das Übergreifen von Feuer und Rauch innerhalb eines Gebäudes oder eines Gebäudeteils für mindestens 90 Minuten, zum Schutz der Nutzer, zu verhindern.

Wann werden feuerbeständige Wände eingebaut?

Feuerhemmende (F30) oder hochfeuerhemmende (F60) Wände werden meist bei Flucht- und Rettungswegen verbaut, dass die sich im Gebäude befindenden Personen Zeit haben, sich zu retten. Hierbei werden ebenfalls die Treppenhäuser mit feuerhemmenden (F30) oder hochfeuerhemmenden (F60) Wänden ausgebaut, da diese für Personen aus den Obergeschossen meist zum Fluchtweg gehören.

In Seniorenheimen werden meist feuerbeständige Wände (F90) auf den Flucht- und Rettungswegen bevorzugt, da die Personen zum Teil nicht aus eigener Kraft das Gebäude verlassen können und somit auf andere angewiesen sind. Dies beansprucht mehr Zeit, deshalb werden feuerbeständige Wände (F90) bevorzugt eingebaut.

Welche technischen Besonderheiten gibt es?

An angrenzende Bauteile, die viel Bewegung erzeugen können, ist auch ein gleitender Deckenanschluss der feuerhemmenden und feuerbeständigen Wand möglich.

Platzsparend sind die feuerhemmenden und feuerbeständigen Wände jedenfalls auch. Mit einer minimalen Wandstärke von 75 mm (F30) und 100 mm (F90) unter Verwendung von CW50 Profilen, gewähren sie dennoch die nötigen Anforderungen an eine feuerhemmende Wand.

Der Einbau von Elektrodosen in der feuerhemmenden oder feuerbeständigen Wand ist ohne größere Auswirkungen möglich.

Heute gibt es die feuerhemmende bis feuerbeständige Wand (F30 - F90) in den verschiedensten Variationen. Es gibt ein so vielfältiges Angebot an Trockenbauprofilen und Gipskartonbauplatten, die von unseren Trockenbau-Monteuren auf Wunsch des Kunden, für die Errichtung einer F30 bis F90 Wand, verwendet werden können. Damit sind die verschiedensten Wandstärken möglich, angefangen mit mindestens 75 mm (F30) und 100 mm (F90). Dank der unterschiedlichen Wandstärken der feuerhemmenden bis feuerbeständigen Wand sind Höhen von bis zu 11,70 m zugelassen. Trotz des großen Unterschiedes in der zugelassenen Höhe und den möglichen Wandstärken erfüllen alle F30 bis F90 Wände die Mindestanforderungen die für eine Trockenbauwand dieser Qualitäten vorgeschrieben sind.

© Firma Rigips Saint-Gobain

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