Brandwand

Trockenbau Süd AG Mittwoch, 13. Februar 2019 von Trockenbau Süd AG

Was ist eine Brandwand und was ist der Unterschied zu einer feuerbeständigen Wand?

Eine Brandwand ist eine Wand, die durch ihre besondere Beschaffenheit das Übergreifen von Feuer und Rauch von einem Gebäude oder Gebäudeteil zu einem anderen unterbindet.

Eine feuerbeständige Wand hingegen hat die Aufgabe innerhalb eines Gebäudes oder eines Gebäudeteils den Nutzer vor Feuer, Hitze und Rauch, beispielsweise auf Flucht- und Rettungswegen, zu schützen.

Die Brandwand von Trockenbau Süd AG

Welchen Ansprüchen muss die Brandwand gerecht werden?

Die Widerstandsfähigkeit gegen Stoßbelastungen von drei Mal 3.000 Nm (⩠300 kg aus 1 m Fallhöhe) ist Voraussetzung einer Brandwand, somit kann sichergestellt werden, dass die Brandwand im Ernstfall derartigen Belastungen standhält und somit die nötige Sicherheit gewährt.

Alle verwendeten Materialien der Brandwand haben der Baustoffklasse A1 zu sein. Das sind Baustoffe für die kein spezieller Nachweis der Nichtbrennbarkeit erforderlich ist, zum Beispiel Beton oder Stahl. Alternativ wären Materialien der Baustoffklasse A2 zugelassen. Dazu gehören Baustoffe, welche nicht brennbare Hauptbestandteile besitzen, jedoch in geringem Maße brennbare Substanzen enthalten, zum Beispiel Gipskartonplatten mit geschlossener Oberfläche.

Wann werden Brandwände eingebaut?

Brandwände sind vorgesehen, wenn -wegen der Größe oder Nutzung des Gebäudes- Brandabschnitte gebildet werden sollen, durch diese wird der Brand für Rettungs- und Löschkräfte beherrschbar.

Die Brandwand wird verbaut um Zwei Gebäude oder Gebäudeteile voneinander zu trennen, sodass das Feuer und der Rauch nicht binnen mindestens 90 Minuten auf das andere Gebäudeteil übergreifen kann.

Welche technischen Besonderheiten gibt es?

Plattenstöße der ersten Beplankungslage dürfen auf den Stahlblechen auch zwischen den Ständerprofilen gestoßen werden („fliegender Stoß“).

An angrenzende Bauteile, die viel Bewegung erzeugen können, ist auch ein gleitender Deckenanschluss der Brandwand möglich.

Platzsparend sind die Brandwände jedenfalls auch. Mit einer minimalen Wandstärke von 111mm unter Verwendung von CW50 Profilen, gewähren sie dennoch die nötigen Anforderungen an eine Brandwand.

Die, von unseren Trockenbau-Monteuren verbaute, Brandwand kann als tragende Wand eine Maximallast von bis zu 1,2 Tonnen pro Laufmeter, unter Verwendung von CW100 Profilen, tragen.

Der Einbau von Elektrodosen in der Brandwand ist ohne größere Auswirkungen möglich.

Heute gibt es die Brandwand in den verschiedensten Variationen. Es gibt ein so vielfältiges Angebot an Trockenbauprofilen und Gipskartonbauplatten, die von unseren Trockenbau-Monteuren auf Wunsch des Kunden, für die Errichtung einer Brandwand, verwendet werden können. Damit sind die verschiedensten Wandstärken möglich, angefangen mit mindestens 111 mm. Dank der unterschiedlichen Wandstärken der Brandwand sind Höhen von bis zu 9 m zugelassen. Trotz des großen Unterschiedes in der zugelassenen Höhe und den möglichen Wandstärken erfüllen alle Brandwände die Mindestanforderungen, die für eine Trockenbau-Brandwand vorgeschrieben sind.

© Firma Rigips Saint-Gobain

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